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Steckbrief Wanderfalke (Falco peregrinus):
Kennzeichen: Die Weibchen des Wanderfalken sind fast so groß
wie ein Mäusebussard, die Männchen (Terzel) ein Drittel kleiner.
Die Altvögel sind auf der Oberseite graubraun bis schiefergrau.
Die Unterseite ist hell, fast weiß, mit dünnen, wellenartigen
grauen Querbändern. Am Kopf fällt der dunkle "Bartstreifen"
auf.
Die Jungvögel sind dunkler und bräunlicher, die Unterseite
ist bräunlichweiß und tropfenartig längs gefleckt. Der
Bartstreifen ist braun und heller als bei den Altvögeln. Jungvögel
im Nest haben zunächst schneeweiße, später grauweiße
Dunen.
Verbreitung: in mehreren Unterarten fast weltweit, ausgenommen
Polargebiete und Wüstenregionen. In Deutschland am häufigsten
in Baden-Württemberg und Bayern, in den übrigen Bundesländern
sehr selten.
Nahrung: hauptsächlich Vögel bis Tauben- oder Drosselgröße,
die im Sturzflug erbeutet werden. Der Wanderfalke erreicht dabei im Steilflug
Geschwindigkeiten über 320 km/h, beim normalen schrägen Anflug
im Winkel von 40° sind sie 180 bis 220 km/h schnell. Unsere Esslinger
Wanderfalken leben überwiegend von Stadttauben.
Brutgebiet: hauptsächlich Felsbrüter (auch Gebäudebrüter),
in flachen Landschaften brütet der Wanderfalke aber auch auf Bäumen
(in verlassenen Horsten anderer Vogelarten) oder sogar auf dem Boden.
Fortpflanzung: im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif (Weibchen),
oft erst im dritten Lebensjahr die erste Brut. Balzflüge bereits
im Herbst. Brutbeginn ab Ende Februar, meist erst Mitte März.
Gelegegröße: in der Regel 4 Eier, die im Abstand von
jeweils 2 Tagen gelegt werden.
Brutdauer: etwa 29 bis 35 Tage. Gebrütet wird ab dem dritten
Ei. Ob das Männchen sich an der Brut beteiligt, ist von Paar zu Paar
verschieden. Nestlingszeit: etwa 40 Tage. Die ausgeflogenen Jungen
folgen den Eltern noch sechs bis sieben Wochen (Bettelflugperiode).
Wanderungen: In Mitteleuropa Standvögel. Nur die Jungen
ziehen im ersten Lebensjahr.
Höchstalter: in freier Natur bis 18 Jahre, in Gefangenschaft
über 20 Jahre. Etwa die Hälfte der Jungvögel überlebt
das erste Lebensjahr nicht.
Gefährdung: jahrelang vom Aussterben bedroht (Kategorie
1 der Roten Liste), jetzt zurückgestuft in Kategorie 3 (gefährdet).
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