Projekt Amphibien

 

 

Amphibien in Esslingen-Weil: Projekt Erdkröte

 

Die NABU-Gruppe Esslingen hilft seit vielen Jahren den Erdkröten aus dem Palmenwald in Esslingen-Weil, möglichst lebend über die Straße "Wannenrain" zu ihrem Laichgewässer zu kommen.


 

Am Samstag, 01. April 2017, 9.00 Uhr

wurde der Krötenzaun wieder abgebaut.

 

 

Falls Sie Lust haben, uns zu helfen,
wenden Sie sich bitte an
Anke Ziesenis,
Tel. 0711 / 370 80 10,
E-Mail: post (at) anke-ziesenis.de

 

Warum Amphibienschutz?

 

Alle 21 in Deutschland vorkommenden Amphibienarten stehen unter Naturschutz! Es ist verboten, Amphibien, deren Laich oder die Larven der Natur zu entnehmen - etwa um sie in Gartenteichen anzusiedeln.

 

Amphibien fressen Insekten, Spinnen und Schnecken, sind also "Gartennützlinge".

 

 

Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

 

 

Etwa 500 bis 1000 Erdkröten und Grasfrösche ziehen im Frühjahr, meistens im Zeitraum von Ende Februar bis Mitte April, vom Palmenwald über die Straße "Wannenrain" in Esslingen-Weil in den Teich der Fischzucht Brünner, um sich zu paaren und abzulaichen. Vereinzelt sind auch andere Froscharten, Feuersalamander und Molche darunter. Auf der Seite

 

> Amphibienarten im Palmenwald

 

stellen wir Ihnen die einzelnen Arten in Weil vor.

 

Die Tiere wandern nachts über die Straße. Die meisten sind in der Zeit nach Einbruch der Dunkelheit (also etwa ab 19.30 Uhr) bis 22.00 Uhr unterwegs. Dabei werden jedes Jahr viele Kröten und Frösche überfahren: Näheres siehe auf unserer Seite

 

> Verkehrstod

 

Foto: J. Fieber
Foto: J. Fieber

Wandernde Erdkröte im Scheinwerferlicht

 


Seit eine Anwohnerin uns im Frühjahr 2004 auf die Krötenwanderung in Weil aufmerksam gemacht und um Hilfe gebeten hatte, installiert unsere Gruppe jedes Jahr einen Krötenzaun am Waldrand.

 

Auf lange Sicht werden wir den Erdkröten nur wirksam helfen können, wenn wir ihnen ein Ersatz-Laichgewässer im Wald anbieten können - auch wenn es viele Jahre dauern wird, bis auch die letzte Erdkröte nicht mehr den Weg über die Straße nimmt. Erste Schritte dazu sind unternommen: siehe unsere Seite

 

> Spende für neuen Krötenteich

 

 

 

Hilfe für die Erdkröten

 


Foto: NABU Esslingen
Foto: NABU Esslingen

Vor dem Aufstellen des Krötenzauns werden Löcher fürdie Eimer gegraben.

 

Der Zaun wird in der Erde verankert und in regelmäßigem Abstand von einigen Metern mit Eimern bestückt, die in den Boden eingegraben werden.

 

 

Der Krötenzaun wird aufgestellt.

 

Die Erdkröten kriechen dann am Zaun entlang und fallen schließlich in die Eimer, aus denen sie sich nicht allein befreien können. Ein Stamm von etwa zwanzig Helferinnen und Helfern, koordiniert von Anke Ziesenis, kontrolliert morgens und abends die Eimer und trägt die Kröten auf die andere Straßenseite zum Fischteich. Tiere, die an den Seiten des Zauns über die Straße gehen, werden auf der Straße aufgelesen.

 

 

 

Foto: NABU Esslingen
Foto: NABU Esslingen

Der Krötenzaun wird aufgestellt.

 

Die Erdkröten kriechen dann am Zaun entlang und fallen schließlich in die Eimer, aus denen sie sich nicht allein befreien können. Ein Stamm von etwa zwanzig Helferinnen und Helfern, koordiniert von Anke Ziesenis, kontrolliert morgens und abends die Eimer und trägt die Kröten auf die andere Straßenseite zum Fischteich. Tiere, die an den Seiten des Zauns über die Straße gehen, werden auf der Straße aufgelesen.

 

Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Erdkröten im Eimer. 

Die Erdkröten kriechen dann am Zaun entlang und fallen schließlich in die Eimer, aus denen sie sich nicht allein befreien können. Ein Stamm von etwa zwanzig Helferinnen und Helfern, koordiniert von Anke Ziesenis, kontrolliert morgens und abends die Eimer und trägt die Kröten auf die andere Straßenseite zum Fischteich. Tiere, die an den Seiten des Zauns über die Straße gehen, werden auf der Straße aufgelesen.

 

 

 

Auch viele Eltern und Kinder unserer Familiengruppe und Kindergruppe helfen eifrig mit, Kröten und andere Amphibien vor dem Straßentod zu retten.

 

 

 

Foto: NABU Esslingen
Foto: NABU Esslingen

Auch Kinder sind mit Feuereifer dabei.

 


Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Die Männchen umklammern alles, was ihnen in die Quere kommt - auch die Hand des Helfers...

 

 


Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

...oder auch mal versehentlich einen Feuersalamander.

 

 


 

 

Häufig versuchen unverpaarte Erdkrötenmännchen, ein bereits "besetztes" Weibchen zu umklammern. Auf diese Weise entstehen oft regelrechte Kröten-Klumpen. Im Teich kann dies für die Weibchen gefährlich werden. Sie werden manchmal so lange unter Wasser gedrückt, bis sie ertrinken.

 

 

 

Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Flotter Dreier: Zwei Männchen belagern ein Weibchen.

 

 


 

 

In den Eimern und hinter dem Zaun finden die Helfer nicht nur Kröten, sondern gelegentlich auch Feuersalamander,  Bergmolche und Blindschleichen.

 

 


Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Feuersalamander auf dem Krötenzaun


 

 

Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Bergmolch-Männchen

 

 


Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Blindschleiche im Kröteneimer

 

 


Die Gullis werden ebenfalls regelmäßig kontrolliert, weil nicht wenige Erdkröten auf ihrem Weg über die Straße dort hineinfallen.

 

 


Foto: M. Berberich
Foto: M. Berberich

Gulli-Kontrolle

 

 


Der Zug der Erdkröten in die Laichgewässer dauert - je nach Witterung - zwischen drei und sechs Wochen. Grasfrösche laichen innerhalb von zwei bis drei Tagen ab und überqueren dann in Massen die Straße. Der Rückzug der Kröten aus dem Gewässer erstreckt sich dagegen bis in den Sommer und ist weniger auffällig. Ende Mai / Anfang Juni verlassen dann die ersten jungen Kröten ihr Geburtsgewässer. Bis die letzten in den Wald gewandert sind, vergehen zwei, drei Monate. Auch von ihnen werden viele überfahren. Der gesamte Krötenzug dauert also bis Anfang Herbst. Um alle Kröten zu sichern, wäre eine Betreuung bis in den Herbst hinein nötig, und das ist ehrenamtlich nicht zu leisten.

 

 

 

Foto: M. Berberich
Foto: M. Berberich

Zaunabbau

 

 


Vor dem Fischteich auf der anderen Seite der Straße können wir keinen Zaun aufbauen, weil Straße und Gehweg natürlich betoniert / asphaltiert sind und nicht aufgegraben werden können. Der Rückzug und der Zug der Jungkröten ist also nicht durch einen Zaun gesichert. Von den ersten großen Wellen der Rückwanderer können unsere ehrenamtlichen Helfer viele Tiere aufsammeln und sicher über die Straße bringen; danach sind die Kröten auf sich selbst angewiesen. Die Verluste sind dann in der Regel aber nicht so hoch wie auf dem Hinzug, weil nicht so viele Kröten gleichzeitig unterwegs sind. Für die restlichen Rückwanderer und die jungen Kröten wird Ende März / Anfang April der Zaun wieder abgebaut, damit sie ungehindert in den Wald kommen.

 

 

 

Foto: M. Berberich
Foto: M. Berberich

Der Zaun ist abgebaut; die Stäbe und die Eimer werden eingesammelt.

 

 


Wir danken V. Schneider vom Amphibienschutz Eisberg e. V. für die vielen schönen  Fotos, die er uns für unsere Seiten zum Projekt Amphibien zur Verfügung gestellt hat.

 

 

 

 

 

 

Vogel des jahres 2017

Waldkauz Vogel des Jahres 2017
Waldkauz Foto:Bosch/NABU

NABU ES Programm 2017

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