Spende für einen neuen Krötenteich

 

Die NABU-Gruppe Esslingen freute sich über ein großzügiges Geschenk: Studiendirektor Dr. Hans-Peter Haseloff übergab dem Vorstand der Gruppe einen Scheck über 2.500 Euro, eine Spende der ehemaligen Umwelt-AG am Schelztor-Gymnasium, die er über zweieinhalb Jahrzehnte lang erfolgreich leitete. Die Umwelt-AG nahm immer wieder an Umwelt-Wettbewerben teil und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der jetzt an den NABU gespendete Betrag sind die Preisgelder der beiden letzten Jahrgänge der Umwelt-AG.

 


 

Foto: S. Hilzinger
Foto: S. Hilzinger

Übergabe des Spendenschecks

Von links: M. Berberich, U.Binder, Dr. H-P. Haseloff, R. Hilzinger, G. Binder

 

 

Dr. Haseloff war es ein wichtiges Anliegen, seine Schüler für den Umwelt- und Naturschutz zu begeistern. Er war für diese Aufgabe prädestiniert, denn er baute nach seinem Biologie- und Chemistudieum an der Universität Tübingen in den Siebzigerjahren die ersten Ökologiekurse überhaupt in der noch jungen Abteilung Ökologie auf. Er gehörte auch von Anfang an zu den seltenen Biologielehrern, die sich nicht nur auf den theoretischen Unterricht im Klassenzimmer beschränkten, sondern er ging mit seinen Schülern hinaus in die Natur, machte sie mit Tieren und Pflanzen vertraut und ließ sie ganz handfest und praktisch mit natürlichen Objekten experimentieren und ökologische Fragestellungen bearbeiten. Dazu gehörten insbesondere Gewässer-Untersuchungen am Hainbach, einem kleinen Zufluss des Neckars. Alle Aktivitäten wurden dokumentiert und bei Umwelt-Wettbewerben eingereicht. Der größte Erfolg war der erste Platz im Bundes-Umwelt-Wettbewerb„Vom Wissen zum Handeln“ 1995.


 

 

Umwelt-AG des Schelztor-Gymnasiums

(Dritter von rechts: Dr. Haseloff)


 

Die Schüler entwickelten unter seiner Anleitung schließlich auch eigene Projekte, die im Team der Umwelt-AG realisiert wurden:

  •  das Hainbach-Projekt,
  • Mithilfe beim Anlegen eines Schulteichs und spätere Pflege,
  • Bau von Fledermauskästen (zusammen mit dem NABU),
  • Untersuchung des Schulgebäudes in Bezug auf Energiesparmaßnahme

und anderes mehr. Belohnt wurden diese Mühen zuletzt mit einem Ehrenamtspreis der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen und der Esslinger Zeitung (2008), dem 1. Platz beim Energiecup 2009 der Stadtwerke Esslingen und einem Preis des Wettbewerbs „Sei ein Futurist!“ des dm-Drogeriemarkts und der Deutschen UNESCO-Kommission.

 


 

2008: Die Umwelt-AG gewinnt den Ehrenamtspreis.

Rechts: Dr. Haseloff

 


Die NABU-Gruppe Esslingen wird das Geld als Zuschuss für den Bau eines Ersatz-Laichgewässers für die Erdkröten im Palmenwald verwenden, die im Frühjahr massenweise die Straße "Wannenrain" in Weil auf dem Weg zum Teich der Fischzucht Brünner überqueren. Nähere Informationen zum Krötenzug finden Sie auf der Seite

 

> Projekt Amphibien

 

Der NABU-Vorsitzende Ralf Hilzinger hat voriges Jahr den Landkreis Esslingen und das zuständige Forstamt für die Anlage eines Ersatzteichs gewinnen können. Es wurde auch schon ein geeignetes Gelände im Wald freigeschlagen. Seitdem stockt das Projekt. Die noch benötigten Mittel – mehrere Tausend Euro fehlen noch - wurden noch nicht bewilligt. Wir hoffen, dass wieder Bewegung in das Projekt kommt, nachdem die Gruppe dank der Spende gewissermaßen eine "Anschubfinanzierung" leisten kann.

 

Der neue Krötenteich muss groß und tief genug sein, um ständig Wasser zu führen und nicht zu verlanden. Die Erdkröten brauchen außerdem Wasserpflanzen im Teich, an die sie ihre Laichschnüre heften können.

 

Foto: V. Schneider
Foto: V. Schneider

Schwimmende Erdkröte

 


Der Krötenzaun und der Transport der Erdkröten über die Straße durch viele Helfer wird auch nach dem Bau des Ersatzteichs noch jahrelang nötig sein, denn viele Erdkröten kehren zum Laichen immer wieder in das Gewässer ihrer Geburt zurück – selbst wenn es dieses Gewässer gar nicht mehr gibt. Erdkröten können bis zu 40 Jahre alt werden. Um eine Erdkröten-Population an ein neues Laichgewässer zu gewöhnen, braucht man also einen langen Atem. Zum Glück gibt es etliche Erdkröten-Paare, die auch einen neuen Teich besiedeln.

 

 

Vogel des jahres 2017

Waldkauz Vogel des Jahres 2017
Waldkauz Foto:Bosch/NABU

NABU ES Programm 2017

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