Brutsaison 2012

 

 

 

2012 fanden unsere Esslinger Wanderfalken eine attraktive "Felsenvilla" im Turm der Stadtkirche vor. Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im NABU (AGW) haben den Nistkasten mit einigen Natursteinplatten an der Rückwand versehen, damit er einem natürlichen Horst in den Felswänden der Alb ähnlicher wird. Vor dem Start der Videoinstallation beobachtete ein Mitarbeiter der AGW, wie ein junges fremdes Weibchen seine Vorgängerin vertrieb. 

 

 

 

Foto: W. Barth
Foto: W. Barth

 

Das neue Wanderfalken-Weibchen ist unberingt und war 2012 etwa drei Jahre alt, also noch nicht lange geschlechtsreif. Das junge Wanderfalken-Paar zog 2012 erfolgreich vier junge Männchen groß. Es handelte sich vermutlich um die erste Brut des Weibchens.

 

 

 

Foto: W. Barth / BUND
Foto: W. Barth / BUND

 

Begrüßung

 

 

Foto: W. Barth /BUND
Foto: W. Barth /BUND

 

Das Weibchen mit den etwa 10 Tage alten Jungen

 

 

 

Foto: W. Barth
Foto: W. Barth

 

Auch von seiner neuen Partnerin lässt der Terzel sich gern füttern.

 

 

 

Foto: W. Barth
Foto: W. Barth

 

Bei den etwa dreieinhalb Wochen alten Jungen brechen die Federkiele durch.

 

 

 

Foto: W. Barth
Foto: W. Barth

 

Kurz vor dem Ausfliegen: der Benjamin.

 

 

 

Ausfliegen mit Hindernissen

 

 

Zwischen dem 29. Mai und dem 1. Juni 2012 flogen die vier jungen Terzel aus. Bei drei Jungfalken gingen in diesem Jahr die ersten Ausflüge schief. Zwei landeten auf den Oberlichtern zwischen den Giebeln des Hauses der Sektkellerei Kessler, der Jüngste auf einem Autodach unterhalb der Stadtkirche. Nur der dritte Jungvogel scheint problemlos ausgeflogen zu sein.

 

Am 29. und 30. Mai gab es Falkenalarm beim NABU Esslingen. Peter Rose (NABU) holte den ersten Jungfalken vom Oberlicht-Dach herunter und setzte ihn auf das Schneebrett gegenüber der Stadtkirche, assistiert von Dietrich Francke (NABU) und Eberhard Kaiser, dem Pressechef der Firma Kessler. Am nächsten Tag kamen die Naturschützer zu spät: Der junge Terzel hatte nach vielen vergeblichen Versuchen offenbar den Dachfirst erklettert und war bereits selbst gestartet.

  

Damit nicht genug der Aufregungen: Am Freitag, 1. Juni, endete der erste Flugversuch des letzten Jungvogels auf einem Autodach neben der Stadtkirche. Dietmar Nill, Naturfotograf, war zufällig vor Ort und trug ihn auf die Balustrade des Südturms. Passanten hatten auch die Feuerwehr alarmiert.

 

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Foto: Ch. Reimers
Foto: Ch. Reimers

 

Auf dem Oberlicht-Dach gestrandet: der zuerst ausgeflogene Jungfalke.

 

 

 

 

 

Foto: Ch. Reimers
Foto: Ch. Reimers

 

 

Peter Rose hat den Jungfalken mit einem Tuch eingefangen. Nur die Schwanzfedern des Falken sind zu sehen.

 

 

 

 

 

Foto: E. Kaiser
Foto: E. Kaiser

 

Der Jungvogel wird auf die andere Seite des Gebäudes getragen und auf das Schneebrett an der Dachkante gesetzt, direkt gegenüber der Stadtkirche. Von dort aus schafft er es allein zu starten.

 

 

 

Foto: E. Kaiser
Foto: E. Kaiser

 

 

 

Der junge Falke hat erst mal genug vom Fliegen. Nach all der Aufregung bleibt er den ganzen Tag auf dem Schneebrett des Kessler-Dachs hocken.

 

 

 

 

Freitag, 1. Juni 2012: Der dritte Jungfalke landet auf einem Autodach.

 

 

Foto: G. Kehl
Foto: G. Kehl